UM KENNTNISNAHME DER SCHULLEITER…
1-Ob nun ein älterer LehrerIn oder jüngerer LehrerIn unterrichtet, die Lehrkraft sollte zuerst vor den Augen der Lernenden am Computer und Projektor arbeiten und danach vom Lernenden die selbe Aufgabe stellen. Ohne auch nur etwas zu machen, ohne etwas zu zeigen, den Unterricht nur theoretisch zu gestalten, danach mit den Worten “jetzt seid ihr dran, nun zeigt mal was ihr könnt”, die StudentInnen aufzufordern, bedeutet nicht zu lehren. Das ist kein Lehrer, vielmehr ein Aufsichtsbeamter… Auf deutsch sagt man dazu Meister, auf englisch ist die Bezeichnung master, in türkisch lautet es USTA. Ein Meister dürfte nicht das Recht besitzen von seinen Auszubildenden etwas zu verlangen, wenn ihnen zuvor nichts beigebracht worden ist. Ein Lehrer der in jedem Unterricht etwas verlangt ohne auszubilden; das bedeutet, dass jedes Unterricht eine PRÜFUNG ist, und wenn die Lehrkraft in JEDEM UNTERRICHT EINE PRÜFUNG durchführt, wozu braucht es dann noch eine ZWISCHEN- und ABSCHLUSSPRÜFUNG? In diesem Fall sollte man die Logik der Ausbildung und die Leitung darüber in Frage stellen. Ein Lehrender, welcher nicht als Grafik-Designer tätig ist, sei es das er auch ein akademisches Titel besitzt und eine Karriere gemacht haben sollte, dürfte nicht im Fachgebiet Grafik unterrichten, dürfte nicht GrafikstudentInnen auf den Markt als Laien-Grafiker aussetzen, die dann zu einer Lachnummer werden.
2-Ein lehrender Grafiker sollte in seinem Fach über eine VIELZAHL VON REFERENZEN verfügen, die einerseits auf dem MARKT schon fußen, von unterschiedlichen Unternehmen ihre Anwendung gefunden haben, Anerkennung gefunden haben, andererseits gedruckt und vertrieben werden. Dieser Lehrender sollte über ein überzeugendes und qualitatives PORTFOLIO verfügen. Ein Lehrer der in Grafik-Design unterrichtet muss sein GESTALTERISCHES KÖNNEN unter Beweis stellen. Soviel Doktorarbeiten auch immer von einem Lehrenden in Embleme und Logo geschrieben wird, solange kein qualitatives Logo gestaltet worden ist, nutzt die akademische Laufbahn den StudentInnen wenig.
3-Wenn eine Lehrkraft in Umgang mit Grafik-Design Programmen Unsicherheiten aufweist, noch dazu eine junger Lehrer ist, so handelt es sich nicht um ein Grafik-DesignerIn. Lehrkräfte die sich in einem sehr hohen Alter befinden, können Defizite aufzeigen, jedoch verfügen sie über hervorragende Kenntnisse um Regeln in Grafikkunst und Grafik-Design. Es ist sehr bedauerlich das die Zahl der älteren Lehrmeister abnimmt. Das Unterrichten von Grafik-Design am Computer, insbesondere Werbegrafik wie es der MARKT , der Industrielle, die Händler und eben die Wirtschaft HERAUSFORDERT, wird von den Karriere geilen Lehrkräften, die sich hinter bürokratischen Verordnungen der Universitäten verstecken, heruntergespielt, von oben herab schauend behandelt, als ob die Herausforderungen des Marktes nichts mit der akademischen Ausbildung zu tun hätte, wird die Bedeutung und der Bedarf des Grafik-Design als trade art nicht in Betracht gezogen, ja sogar Lehrende die auf dem Markt über jahrelange Erfahrungen verfügen, entsprechend unfair behandelt.
Da diese Lehrkräfte bei jeder Gelegenheit ihre Abneigung gegenüber dem Markt und seine Bedeutung andeuten; und sich gegen die Lehrer stellen, die über Erfahrungen auf dem Markt verfügen, stellen somit weiterhin eine große Hürde im Hinblick auf die IDEALE AUSBILDUNG IN GRAFIK, da sie auch den Hochschulrat (YÖK) für ihre Zwecke in die falsche Richtung führen, damit wird das falsche Ausbildungssystem aufrecht gehalten.
Dagegen; sollte ihrerseits die Vorteile für das Land in Augenschein genommen werden, für die kommenden Generationen eine bessere Ausbildung im Grafik-Design sicherstellen, um in diesem Land mit besserem Werbedesign und wirtschaftliche Bewegungen zu verschmelzen sie zu fördern, statt einzelne Vorteile und Sorgen zu hegen, die Angst gewonnener Privilegien abzulegen. Wenn man an die Zukunft denkt, sollte man eigens für diese Lehrkräfte, um sie zu schützen, ein Versuchsbereich in Grafik-Design eröffnen. Demzufolge sollte dann sicherstellt werden, dass in Zukunft nur Lehrer unterrichten, die dem Markt entsprechend und für die Herausforderungen des Marktes Grafiker ausbilden, ein MARKT-GRAFIK Bereich ins Leben rufen, die die Industrie und die Wirtschaft dieses Landes fördert und nicht wie einzelne das Marktgeschehen herunterspielt sowie die Werbegrafik vernachlässigt.
Junge Lehrer dagegen die kein Computer benutzen; somit am Computer kein Design entwerfen können und folglich nicht auf dem Level sind um zu unterrichten, werden es deswegen als Segen betrachten wenn sie StudentInnen an Unterrichtsanstalten weitergeben dürfen. Auf diese gilt besonders Acht zu geben. Ihnen kann man höchstens erlauben in HOLZKOHLE, die GRUNDLAGEN DER KUNST, ZEICHNEN bzw. MALEREI zu unterrichten oder KUNSTGESCHICHTE sowie THEORETISCHE THEMEN unterrichten zu dürfen. Diese Lehrkräfte; die am Computer nicht das Gestalten unterrichten können oder Berufsspezifisch nicht vermitteln können und StudentInnen deswegen nichts zeigen können, halten sie die Auszubildenden ständig mit Proben Prüfungen auf oder geben ihnen Hausarbeiten auf, um ihre eigene Lücken damit zu kompensieren und somit die Zeit zu füllen. Sie sind bis zum Rand mit Grafik Atelier Unterrichten, Stift und Blatt, Malerei Tische (Staffelei), Gouache und Aquarellfarben abgefüllt. Sie unterrichten im Fachgebiet Grafik wie im FACHGEBIET MALEREI, nur die Bezeichnung läuft auf den Bereich Grafik. Im Anatolien gibt es dutzende Lehranstalten die in ihrer vier Jahres GRUNDLAGENAUSBILDUNG IM KUNST unter dem Fachgebiet Grafik im Grunde wie im Bereich Malerei ausbilden, ohne jemals einen Computer berührt zu haben. Somit hat es weder für den Lernenden noch für das Image der Lehranstalt einen Nutzen.
Die Lehrer die am Computer nicht gestalten können haben weder auf dem Markt existierende Designs vorzuweisen, noch haben sie in ihrem Portfolio nichts was die Aufmerksamkeit anziehen könnte oder irgendwelche am Computer entstanden Gestaltungen in Form einer Ausstellung vorzuführen. Sie veranstalten Fotoausstellungen um sich laufend als Grafiklehrer zu behaupten. Es gibt leider unter ihnen Grafiklehrer, die nicht in der Lage sind, wie man die eigenen Fotos oder die Visitenkarten zum Druck vorzubereiten hat.
4-Einerseits ist Grafik-Design Kunst andererseits Handwerk. Es gibt Lehrer die Kunst unterrichten und Aussagen von sich geben wie, “ihr seid zu nichts im Stande, ihr habt kein Talent, ihr seid hier ohne auch nur etwas gelernt zu haben”, dies sind herabwürdigende, erniedrigende, die Interesse raubende Aussagen, statt sie zu motivieren und Mut zu zusprechen und die Liebe in ihnen zu wecken. Mit dem Vorwand Disziplin bewahren zu wollen, befinden sie sich ständig in Auseinandersetzungen mit den StudentInnen, immerzu drohende und Angst verbreitende Lehrkräfte werden weder das Thema noch sich selbst zu lieben lernen gar vermitteln. Und somit kann kein Erfolg zu Buche stehen, bei dieser Art von LehrerInnen kann es auch dem Lehranstalt nicht von Nutzen sein.
5-Lehranstalten die mit Eignungsprüfungen nicht StudentInnen aufnehmen, oder als ob Talent-Prüfungen durchführen; gibt es Auszubildende, die aus den unterschiedlichsten Schulen, Gymnasien sogar aus den Hochschulen kommen und sehr gut malen können, aber auch solche die nicht einmal im Stande sind Müllmänner aufs Blatt zu bringen. Es gibt sie, die sehr sicher am Computer sind, aber eben so viele die eben auch nicht sind. Eben für diese Lernenden sollten, entsprechend dem Level, zwei getrennte Klassen aufgebaut sein; während einerseits die Lehrerkräfte bei diesen unterschiedlich ausgeprägten Niveaus gut ausgestattet und erfahren sein müssen, müssen sie andererseits mit jedem einzelnen geduldig und sich verpflichtend dem Beruf gegenüber sein. Und hier ist nicht seine Professur, sondern seine Professionalität gefragt.
Die Schuleinrichtungen nehmen ohne es zu wissen oder mit der Begründung des Hochschulrates (YÖK) Lehrer auf, die auf einer Kochschule ihren Abschluss gemacht haben und jetzt als Dozent im Fachgebiet Grafik unterrichten. Am Ende werden die laienhaften AbsolventInnen verspottet. Der neue Absolvent gibt dann an den Unterrichtsanstalten Geld aus, um auf dem Markt bestehen zu können, um somit den Unterschied zwischen sich und dem Laien zu schließen.
Allein dieser Umstand, dass der Absolvent anschließend eine Unterrichtsanstalt besucht, zeigt auf wie unqualifiziert die Lehrkräfte sind.
Jeder kann wissend sein, aber nicht jeder kann Lehrer (Wissen Lehrender) sein!
Faruk Çağla (geschrieben am 18.07.2011, 2015 überarbeitet)
http://ogrenci.farukcagla.com
